Applecaster

Die Applecaster ist ein Gitarrenhals, mit dem digitale Sounds erzeugt werden können.

Bei der Überführung zum digitalen Instrument werden die klassischen Elemente des Gitarrenhalses (Saiten, Bünde, Mechaniken) genutzt. In ihrer Funktion werden diese Elemente jedoch entfremdet.

Auffällig an dem körperlosen Hals ist vor allem die recht große Kopfplatte, auf der ein Arduino Mega angebracht ist, welches über eine 9-Volt-Batterie mit Strom versorgt wird.

Umsetzung

Bei der Applecaster sind Bünde sowie Saiten verkabelt und an ein Arduino Mega angeschlossen. Drückt man einen Bund auf eine Saite, so wird ein Stromkreislauf geschlossen. Das Arduino Mega liest diese Information aus und definiert, je nach Saite und Bund, den passenden Ton, welcher dann über einen Klinkenausgang direkt an einen Verstärker gesendet und gespielt wird. Über ein Dreh-Poti kann die Lautstärke geregelt werden.

Die Spielbarkeit ist ein wesentlicher Aspekt, der im Code berücksichtigt werden muss. Anforderungen, die ein Gitarrenhals vorgibt, müssen umgesetzt werden. Zum Beispiel:

/ Polyphonie. Werden gleichzeitig mehrere Saiten auf einen oder mehrere Bünde gedrückt, müssen alle Töne gleichzeitig gespielt werden.

/ Bundhierarchie. Wird eine Saite gleichzeitig auf mehr als einen Bund gedrückt, darf nur der oberste Bund aktiv sein.

Optional kann an die Applecaster eine Korg Wavedrum als Korpus angebracht werden.

Hierzu wird an die Unterseite des Gitarrenhalses eine Konstruktion angebracht, die auf einem klassischen Snareständer basiert, auf welchem die Korg Wavedrum einfach befestigt werden kann. Diese sendet ein von der Applecaster seperates Signal über einen Klinkenausgang. Es verlaufen dementsprechend zwei Klinkenkabel vom Instrument – eins vom Hals, eins vom Korpus.

Diese Konstruktion bietet ein einzigartiges Spielgefühl. Der Musiker kann mit der linken Hand Melodien und Harmonien auf dem Applecaster Hals spielen, während er mit der anderen Hand einen Rhythmus auf der Korg Wavedrum erzeugt.

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